
Über Yoga
Was ist Yoga?
Eine Frage, die sich nicht abschliessend beantworten lässt. Vielleicht eher eine Einladung, ihr immer wieder neu zu begegnen.
Ich lade Dich ein, die folgenden Zeilen nicht nur zu lesen, sondern einen Moment innezuhalten und nachzuspüren.
Das Sanskrit-Wort Yoga wird oft mit Verbindung oder Vereinigung übersetzt. Doch diese Worte greifen nur einen Teil dessen, was gemeint ist.
Es geht darum, Verbindung zu fühlen. Eine Verbindung zu Dir selbst - zu Deinem Körper, zu Deinem Atem. Und zu dem Raum in Dir, aus dem alles entsteht. Der Geist spielt dabei eine zentrale Rolle. In ihm entstehen Gedanken, Bewertungen, innere Bilder und Reaktionen. Von hier aus formt sich, wie Du Dich selbst und die Welt wahrnimmst.
Yoga eröffnet die Möglichkeit, diesem Geschehen zu begegnen. Wenn der Geist sich ordnet, entsteht Raum und die Verbindung wird spürbar.
Für mich ist Yoga die Vereinigung des Bewusstseins im Herzen. Und dies zu FÜHLEN sagt mehr als tausend Worte.
Aus dieser tiefsten Verbindung heraus entsteht alles, was mit Yoga zu tun hat.
Es geht im Yoga also primär nicht nur um Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft oder Ästhetik. Und schon gar nicht geht es um einen Vergleich oder eine Leistung. Oft höre ich "Ich bin zu wenig beweglich für Yoga", "Ich kann nicht meditieren" etc. Es geht darum, in den eigenen Körper einzutauchen und sich mit ihm zu verbinden, den Geist mit seinem wiederkehrenden Gedankenkreisen zur Ruhe zu bringen, um den Zugang zum Selbst und dem inneren Universum zu öffnen.
Dort geschieht Yoga. Dort ist Dein "neutraler Geist" - im Herzen und nicht im Kopf.
Die Verbesserung der physischen Kraft, Beweglichkeit und des Gleichgewicht sind dabei ein willkommener und wertvoller Nebeneffekt der Yoga Praxis.
Der Verstand meldet sich gerne laut, wenn es darum geht, ihn zur Ruhe zu bringen. Falls Du ihm etwas Nahrung geben möchtest und Du Dich für die wissenschaftliche Evidenz von Yoga interessierst, dann findest Du hier mehr dazu.
Was gehört bei Soul at Home zum Yoga?
Hier möchte ich spiegeln, was Dich in meinem Yoga Unterricht erwartet. Die persönliche Erfahrung geht dennoch diesen Worten voraus.
Eröffnung und Absicht
Die Eröffnung eines geschützten Raums, in dem individuelle Prozesse möglich sind, ermöglicht es der Yoga Praxis zu etwas höher Bestimmtem zu werden. Wir stimmen uns ein, wodurch wir uns mit der eigenen inneren Wahrheit verbinden.
Eine stille Absicht, die der individuellen Yoga Praxis eine übergeordnete Wirkungsrichtung vorgibt, gehört dabei dazu.
Asanas
Asanas sind Körperhaltungen.
Wenn sich der Körper trägt und der Atem frei fliesst, entsteht eine Qualität von Präsenz.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen. Der Geist wird Teil der Erfahrung, anstatt sie zu lenken. So wird eine Haltung zu einem Zustand, in dem sich Körper, Atem und Geist miteinander verbinden.
Atemkontrolle - Pranayama
Der Umgang mit dem Atem bedeutet, mit der Lebensenergie (Prana) umgehen zu können.
Pranayama hat so viele positive Eigenschaften auf den Körper und den Geist, dass es in keiner Yoga Praxis fehlen sollte, seien es einfache oder anspruchsvollere Praktiken.
Yoga Nidra oder Shavasana
In der Ruhe der Endentspannung dürfen sich sämtliche Wirkungen integrieren. Hier entfaltet sich die gesamte Dynamik aller vorangehender Impulse der Praxis.
Ob in der Yoga-Lektion ein komplettes Yoga Nidra enthalten ist oder ob eine klassische Endentspannung angeboten wird, steht in der jeweiligen Kursausschreibung. Mehr zu Yoga Nidra hier.
Meditation
Je nach Thema der aktuellen Yoga Einheit wirst Du durch die Meditationspraxis immer wieder Perlen aus der Yoga Schatzkiste kennenlernen und ihr Wirkungen geschenkt bekommen. Hier berge ich gerne aus Tradition des Kundalini Yoga - Du darfst Dich freuen!
Hier geht es weiter um den Rückzug der Sinne (Pratyahara) und befähigt ebenso tiefer in die Konzentration (Dharana) und den Zustand der Meditation (Dhyana) einzutauchen.
Yogischer Umgang
Im Unterricht gilt der urteils- und wertefreie, sowie ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander.
Sicherheit und Einfühlungsvermögen (primär für sich selbst und konsekutiv für andere) stehen für mich und alle Teilnehmer/innen an oberster Stelle. Zutrauen und Bestärkung, werden genauso wie Mitgefühl, Zutrauen und Gnade zu Nutze gemacht, wo es die Situation bedarf, um im eigenen Prozess individuell voranschreiten zu können.
Stell Dir Deinen Geist als See vor. Wenn das Wasser aufgewühlt ist, kannst Du nur beobachten, was an der Oberfläche geschieht. Wenn das Wasser aber still und ruhig ist, wird es klar und Du kannst in die Tiefe sehen. Schaffst Du es, Deine Gedanken zu kontrollieren, dann schaffst Du es auch, in Dein Unterbewusstsein vorzudringen und genau dort kannst Du Deine Mentalität selbst beeinflussen.
